Besenreiser

Besenreiser

Besenreiser treten in Form von sogenannten feinen Veränderungen der Venen auf. Eine Erweiterung kleinster venöser Gefäße wird damit bezeichnet, die unmittelbar unter der Haut liegen. Nahezu jede Frau und auch ein großer Anteil der Männer bemerken früher oder später diese Veränderungen an den Unterschenkeln. Beschwerden werden in diesem Stadium der Gefäßveränderung nicht verspürt. Eine Beseitigung wird höchstens aus kosmetisch störenden Gründen vorgenommen.

Das Risiko von Besenreiser

Eine Schwäche mit Ausweitung und Schlängelung an sichtbaren Venen kann fortschreiten und immer größere Gefäße betreffen. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen oder eine ärztliche Therapie können sich die Beschwerden verschlimmern und damit zu ausgeprägten Krampfadern oder sogar einem Unterschenkelgeschwür (sog. Ulcus cruris) führen.

Die verschiedene Arten von Besenreiser

Man unterscheidet zwischen den sog. symptomatischen Besenreisern (SB), die als Zeichen einer chronisch venösen Insuffizienz (CVI) auftreten und solchen, die ohne erkennbare Ursachen entstehen. Sie werden idiopathische Besenreiser (IB) genannt.

Die Behandlung von Besenreiser

Symptomatische Besenreiser sollten nicht primär behandelt werden. Hierbei muss vielmehr zunächst das Grundleiden (Krampfadern) exakt diagnostiziert und entsprechend behandelt werden. Erst danach ist es sinnvoll, die zugehörigen Besenreiser zu veröden. Nur die idiopathischen Besenreiser mit rein kosmetischer Bedeutung können einer Verödung (Sklerosierung) oder einer Laserbehandlung gleich zugeführt werden, weil auch nur bei diesen dauerhafte Effekte zu erwarten sind. Je nach Kaliber kommt eine reine Laserbehandlung, eine Sklerosierung oder eine Kombination aus Sklerosierung und Laserbehandlung in Frage.

Bei Besenreisern mit einem Durchmesser größer als 1 mm bringt die konventionelle Verödung mittels Injektion immer die besseren Ergebnisse. Bei kleineren Durchmessern dagegen ist die Laser-Sklerosierung die Methode der Wahl. Hierfür stehen verschiedene gepulste Laser zur Verfügung. Die Wellenlänge und die Pulsbreite wird dabei auf die Gefäßdurchmesser und die Tiefe der Gefäße angepasst.

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung wird ein selbstklebender Druckverband angelegt. Nachbehandlungen sind erst nach Ablauf von 1 Woche nach Verödung und 2 bis 3 Wochen nach einer Laser-Sklerosierung möglich. Die beste Jahreszeit für die Behandlung sind die Monate Oktober bis März.